Night of Light 2020

Ein Hilferuf der Veranstaltungswirtschaft. Wir sind noch nicht tot, aber bald.

Das Jahr 2020 sollte ein Rekordjahr werden, für viele von uns.

Speziell an unserem Standort Stuttgart waren so viele Veranstaltungen wie noch nie geplant, doch es kam alles anders...

 

Seit Mitte März sind nicht nur 100% unserer Aufträge weggebrochen, auch die unserer Kunden, Partnern und Kollegen. Eine ganze Branche wurde stillgelegt.

Bis zum heutigen Tag bleibt der Umsatz bei 0.

Die erste Soforthilfe war ein Tropfen auf dem heißen Stein und sollte für drei Monate wirken.

Was aber ist nach diesen drei Monaten? Was passiert jetzt?

Die Politik hat uns, auf Grund unserer perfekten Unsichtbarkeit, nicht auf dem Schirm.

Als wir von der Aktion Night of Light erfahren haben, war uns klar: Wir müssen sichtbar werden.

Unsere Aufgabe ist es im Hintergrund zu agieren, den Besuchern ein unvergessliches, schönes und atemberaubendes Erlebnis zu bieten ohne uns jemals in den Vordergrund zu stellen.

 

Das wurde uns leider zum Verhängnis.

Zusammen mit unserer Mutter, der e.m. works! GmbH, und Michael Gärttling illuminierten wir unseren Firmensitz in rot.

 

Für einige von uns war es tatsächlich das erste Mal seit einiger Zeit, in der man sich wieder damit beschäftigen konnte was man liebt, wofür man brennt und womit man sein Geld verdienen möchte.

So hatten wir wieder richtig Spaß an der Arbeit.

„Night of Light 2020“Größte Aktion dieser Art: Veranstaltungsbranche setzt strahlendes Zeichen

Deutschland ist in rotem Licht erstrahlt.

Fast 9000 Gebäude in bundesweit mehr als 1500 Städten sind in der Nacht vom 22.06.2020 auf den 23.06.2020 mit rotem Licht illuminiert worden.

Mit der Aktion „Night of Light 2020“ machen die mehr als 8000 Teilnehmer auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam. Durch die behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise droht einem der größten Sektoren der deutschen Wirtschaft eine Pleitewelle enormen Ausmaßes.

Mit der „Night of Light 2020“ rufen Marktteilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft zu einem Dialog mit der Politik auf, um Lösungen und Wege aus der Krise zu entwickeln.

 

„Die überwältigende Zahl von Unterstützern und Teilnehmern aus allen Disziplinen der Veranstaltungswirtschaft zeigt deutlich, dass wir ein riesengroßes Problem haben“, sagte Tom Koperek, Initiator der Aktion „Night of Light 2020“ und Vorstand der LK-AG Essen.

Die nächsten 100 Tage werde die Veranstaltungsbranche nicht überstehen, wenn es keine alternativen Lösungsansätze gebe. „Wir hoffen, dass die Politik jetzt wach geworden ist und sich dazu bereit zeigt, mit uns in einen lösungsorientierten Dialog einzutreten.“

Mit der größten Aktion dieser Art jemals haben sich Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft

zusammengeschlossen und ein strahlendes Zeichen für eine vom Aussterben bedrohte Branche

gesetzt: Eventlocations, Spielstätten, Veranstaltungszentren und andere Bauwerke sind im Rahmen

der „Night of Light“ zu rot leuchtenden Mahnmalen geworden.

Durch das Medium des Lichts sollte der Wirtschaftszweig der Veranstaltungsbranche in seiner Gänze sichtbar gemacht werden – einer Branche, die über 150 Gewerke und Disziplinen umschließt und daher über keine einheitliche Lobby verfügt, obwohl sie in ihrer Gesamtheit hinsichtlich Beschäftigtenzahlen und Umsatz unter den Top 3 Branchen in Deutschland rangiert.

Allein Konzerte, Volksfeste, Firmenfeiern und Messen ziehen in normalen Jahren in Deutschland knapp 500 Mio. Besucher an. Da diese gar nicht oder nur unter erheblichen Auflagen stattfinden können, ist der Veranstaltungsbranche die Arbeitsgrundlage entzogen worden: Gravierende Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt drohen.

Die derzeitigen Hilfeleistungen in Form von Kreditprogrammen stellen kein probates Mittel dar, um die

Veranstaltungswirtschaft zu retten, da die Kredite nicht wertschöpfend investiert werden können.

Sie müssen aufgewendet werden, um die Betriebskosten zu decken, während es weiterhin keine

Einnahmen gibt.

Am Ende steht daher die erneute Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung der betroffenen Unternehmen. „Das ist nur eine Verlängerung des Siechtums“, sagte Koperek in einer Pressekonferenz am Montag. „Man hängt die Veranstaltungswirtschaft an ein Beatmungsgerät, und irgendwann wird die Sauerstoffflasche leer sein.“

Er fügte hinzu, dass sich die Aktion ausdrücklich nicht gegen die im Zuge der Corona-Krise beschlossen Hygienemaßnahmen wende. „Das Virus ist da. Es ist gefährlich und für uns nicht beherrschbar“, sagte Koperek. Ziel der Aktion sei der Dialog der Veranstaltungsbranche mit der Politik, um echte Hilfemaßnahmen zu

entwickeln. „Wie können wir erreichen, dass die Mehrheit der Unternehmen in der Veranstaltungswirtschaft die Corona-Krise übersteht?“

Wir hoffen, dass wir mit der Teilnahme an dieser großartigen Aktion etwas dazubeitragen konnten gesehen zu werden und die dringend notwendige finanzielle Unterstützung zu erhalten.

 

Stellt euch eine Welt ohne Konzerte, Festivals, Theater, Messen oder Industrieveranstaltungen vor.

Eine Welt ohne uns.

Wir möchten uns das nicht vorstellen.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle nicht nur bei den Initiatoren dieser Aktion bedanken, sondern auch für die Hilfe toller Kollegen, die es uns ermöglichten als Crewdienstleister bei dieser Aktion mitzuwirken.

 

Vielen Dank MEEVI-rent, vielen Dank Michael Gärttling.

Und einen besonderen Dank an Andreas Gulewicz!

 

Ich hoffe wir sehen uns alle wieder. Partner, Kollegen, Kunden und Freunde.

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